Minecraft in Lauras Welt – Let’s Show die Welt

Vor einigen Monaten haben eine Studienkollegin und ich begonnen, gemeinsam auf einem Minecraft-Server zu spielen. Die ersten Ergebnisse stellen wir jetzt dann vor.

Das machen wir über wenigstens drei relativ lange Let’s Show – Videos, von hier nun das dritte kommt. Zusätzlich werde ich wahrscheinlich alle zwei Wochen ein rund halbstündiges Let’s play anbieten, bei dem man die Entstehung weiterer Projekte verfolgen kann, sofern man Lust hat. 🙂

Folge 3 dreht sich um die restliche Welt. Wir zeigen die Gebäude, die bereits entstanden sind und sprechen über unsere Pläne. Außerdem machen wir einen längeren Ausflug in den Nether.

Technisch ist der Film nicht übermäßig, ich habe die Tonmischung noch immer nicht besonders gut hingekriegt. Jetzt habe ich Laura erstmal ein neues Mikro gekauft – also vielleicht das nächste mal…

Viel Spaß beim gucken.

Minecraft in Lauras Welt – Let’s Play II: Der Beginn des Herrenhauses

Künftig werde ich – zumindest in der nächsten Zeit – das Spiel auf unserem Server aufzeichnen und nach und nach hochladen. Dabei aber ein paar Konventionen und Regeln ändern.

Anfänglich habe ich noch reichlich Probleme mit dem Ton; Daran ändert sich so schnell auch nichts, denn die Soundkarte, die ich dafür gekauft habe, ist relativ schnell verstorben. Naja, war auch nicht teuer. Die Folgen werden jeweils ca. 30-40 Minuten umfassen und stets am Sonntag um 8 Uhr morgens freigeschaltet.
Folge 2 dreht sich um ein Herrenhaus in Willow Creek; Ich baue es dort hin um den künftig entstehenden Hafen zu begleiten. Allerdings gibt es da auch Hunde und das lenkt ab…

Der Server ist im Übrigen bei Minehub gehostet. Die kann ich empfehlen – toller Service, kommt aus Berlin und teuer ist es auch nicht.

Viel Spaß beim gucken!

Star Trek: Discovery – JJ Abrams oder Star Trek?

Seit JJ Abrams über das Star Trek – Universum hergefallen ist und ihm für immer seinen neuen „coolen“ Look gegeben hat – samt Bestimmungsgeschwafel und urkonservativer Menschenverachtung – fühlen sich für mich „Star Trek“ – Kinoplakate ein bißchen wie eine verlorene Kindheit an. Mit Discovery wollen die Serienmacher das ändern. Aber… naja.

Ich habe mir heute mal die Serie vorgenommen und sie – gemeinsam mit meinem Sohn, obwohl der davon sicher noch nicht viel hatte – angesehen. zumindest, soweit sie schon veröffentlicht ist. Ein großer Fan von dem auch auf Streamingdiensten angewandten „Warten Sie bis Tag X für die nächste Folge“ – Gehabe bin ich nicht. Unter anderem dieser „Ich bin der Programmplaner, teile Dein Leben nach meinem Plan ein!“ – Quatsch hat dazu geführt, dass wir keinen Fernseher mehr haben. Also derzeit eben bis zur Folge 11 oder so.

Anfänglich machte die Serie richtig Spaß. Ein bisschen düster, aber ein interessanter Charakterreigen. Die neuen Uniformen sind zwar nun keine Schlafanzüge mehr, aber sie erinnern ein bisschen an manche der Kinofilmuniformen. Sollte diese Serie wirklich in der richtigen Zeitlinie und nicht in der Kelvin-Zeitlinie spielen, wäre ich sehr gespannt, wie sie die Veränderung der Uniformen nur zehn Jahre später erklären wollen.

Da kommt auch schon das eigentliche Problem: Kontinuität. Wo die für meine Begriffe völlig unterschätzte Serie „Enterprise“ sich redlich Mühe gab, ihren Look zugleich futuristisch und antiquirt zu gestalten, um letztendlich eine optische Brücke zwischen dieser neuen – letzten – Serie und der rund einhundert Jahre später stattfindenden, ursprünglichen Serie zu schaffen, wird das in Discovery völlig ignoriert. Hier malen die Charaktere völlig ungeniert mit dem Finger in holografischen Darstellungen herum, die Phaser sind auf einmal sehr den Laserkanonen von Star Wars ähnlich und haben nichts mehr mit einer halbweg realistischen, ja fast wissenschaftlich korrekten Darstellung einer Strahlenwaffe zu tun – und das neue Design der Klingonen… Alter Schwede.

Den Machern der Serie war diese, vermutlich zweit- oder drittwichtigste Rasse im Universum von Star Trek mindestens so egal wie dem Idioten Abrams, der es tatsächlich fertiggebracht hat, nahezu der gesamten Populärkultur des 20. Jahrhunderts seine eigene Version überzustülpen. Er fing mit Star Trek an und ist mittlerweile sogar dazu übergegangen, dem Star Wars Universum das wenige an Mentalität zu nehmen, das es mal hatte. Ich bin gespannt auf seine Verfilmungen des Herrn der Ringe (vielleicht Laseraugenschießende Hobbits?), der Buddenbrooks (Tony könnte doch sicher auch eine asiatische Kampfamazone werden?), der Simpsons (Bart muss doch eine Bestimmung haben, sonst wäre er nie geboren worden!) und natürlich die Neuverfilmung von Blade Runner (Deckard hat eindeutig zuwenige Bruchmomente und sollte dringen ein Nokia auf dem Motorrad nutzen)  und Tron (man könnte wenigstens öfter mal über einem Abgrund hängen).

Nun haben die Klingonen eine Reihe von Änderungen im Verlauf der Star Trek Geschichte erfahren, was dem Budget der ursprünglichen Serie geschuldet war. Waren es anfangs noch recht schlicht geschminkte Menschen, so ist mit TNG eine „richtige“ Fremdrasse daraus geworden – die Serien TNG und DS9 entwickelten die Klingonen weiter und gaben ihnen mehr Tiefe und die optischen Veränderungen wurden in ENT wenigstens kanonisch erklärt. Sie waren eine tief in einem aus menschlicher Perspektive archaischen Ehrbegriff verhaftete Rasse, die aber letztendlich ein ehrbarer Gegner ist und dann zu einem interessanten und wankelmütigen Nachbarn (Verbündeten?) wird und den Menschen stets einen Spiegel vorhält.

Discovery macht aus den Klingonen ein Volk von etwas indivuelleren Jaffa, religiöse Dumpfbacken die gerne für Volk und Führerfigur in einen völlig sinnlosen Tod gehen. Optisch haben sie etwas von Käfern, die Rüstungen haben ein paar CGI-Klappeffekte die 1999 bei Stargate: Kommando SG-1 noch gerade so cool waren und der Oberbösewicht sieht – oh Wunder – seinen Klonen aus der Hobbit-Trilogie und den neuen Star Wars Filmen erstaunlich ähnlich. Ein Albino eben. Da muss ich mal einen eigenen Artikel zu schreiben.

Wissenschaftlichkeit gerät ebenfalls schnell in den Hintergrund. Wo man sich früher bemühte, halbwegs sinnvolle Erklärungen zu suchen und möglichst nah an der Physik zu bleiben, was Star Trek zu einem der wenigen Sci-Fi Label machte, das auch unter echten Wissenschaftlern einen guten Ruf genoss, so springt man jetzt mit Hilfe von Pilzsporen (!) quer durch die Galaxis, wobei der CGI-Effekt dazu ein ganz eigener LSD-Trip ist, der wahrscheinlich nur zufällig an Douglas Adams‘ Unwahrscheinlichkeitsantrieb gemahnt.

Die Dicovery ist das einzige Schiff, das einen „Sporen-Antrieb“ nutzt, Sporen von einem Myzel, das das Universum und sämtliche Dimensionen darin umschließt. Wo der Pilz ist, fragt man sich da, aber der ist wahrscheinlich dann Gott. Da fängt schon wieder so ein „Da gibt es eine Macht, die das Universum zusammenhält“ – Quatsch an, der eine esoterische Komponente ins Spiel bringt, die nichts, aber nun wirklich nichts in Star Trek zu suchen hat.

Positiv fallen für mich die Charaktere ins Gewicht – angefangen bei der Hauptdarstellerin Sonequa Martin-Green als Michael Burnham über den recht gelungenen Sarek bis hin zu dem wirklich süßen Pärchen Stamets/Culber, dem ersten offiziell schwulen Paar in diesem Universum. Ein bisschen nervt zwar diese Tilly, aber vielleicht entwickelt sich die Figur ja noch. Humor könnte für meine Begriffe nicht schaden, der blitzt zwar manchmal auf und ist dann auch staubtrocken, aber insgesamt nimmt sich die Serie dann doch etwas gar zu ernst für ihre eher belanglose, wenn auch den Zuschauer packend gestaltete Handlung.

Es bleibt: Eine recht durchwachsene Serie mit einigen guten Ideen, technisch sehr guter Umsetzung und einer mitreißend gestalteten Handlung, die aber eher schlecht als Recht über ihre Logiklücken hinwegtäuschen kann, auch weil das Rezept: Action statt Handlung einfach bei einem nüchternen Zuschauer nicht funktioniert. Vielleicht trinke ich einfach vorher mehr – aber wer weiß, was dann der Sporenantrieb an Anfällen auslösen kann…

Minecraft in Lauras Welt – Let’s Show das Dorf

Vor einigen Monaten haben eine Studienkollegin und ich begonnen, gemeinsam auf einem Minecraft-Server zu spielen. Die ersten Ergebnisse stellen wir jetzt dann vor.

Das machen wir über wenigstens drei relativ lange Let’s Show – Videos, von denen zwei bereits online sind. zusätzlich werde ich wahrscheinlich alle zwei Wochen ein rund halbstündiges Let’s play anbieten, bei dem man die Entstehung weiterer Projekte verfolgen kann, sofern man Lust hat. 🙂

Folge 2 dreht sich um unser Dorf. Wir zeigen die Gebäude, die bereits entstanden sind und den grundsätzlichen Aufbau. Außerdem machen wir einen längeren Ausflug in den Nether.

Technisch ist der Film nicht übermäßig, ich habe die Tonmischung noch nicht besonders gut hingekriegt. Im dritten Video sowie in den Let’s Plays funktioniert es dann gut.

Viel Spaß beim gucken.

Minecraft in Lauras Welt – Let’s Play I: Das Abenteuer beginnt

Künftig werde ich – zumindest in der nächsten Zeit – das Spiel auf unserem Server aufzeichnen und nach und nach hochladen. Dabei aber ein paar Konventionen und Regeln ändern.

Anfänglich habe ich noch reichlich Probleme mit dem Ton; Daran ändert sich so schnell auch nichts, denn die Soundkarte, die ich dafür gekauft habe, ist relativ schnell verstorben. Naja, war auch nicht teuer. Die Folgen werden jeweils ca. 30-40 Minuten umfassen und stets am Sonntag um 8 Uhr morgens freigeschaltet.

Folge 1 dreht sich um den kleinen Hauptbahnhof, den wir im Dorf (siehe dazu den Beitrag vom Let’s Show) errichtet haben. Ich wollte den Bahnhof erweitern und das habe ich dann auch gemacht.

Viel Spaß beim gucken!

Minecraft in Lauras Welt – Let’s Show die Hacienda

Vor einigen Monaten haben eine Studienkollegin und ich begonnen, gemeinsam auf einem Minecraft-Server zu spielen. Die ersten Ergebnisse stellen wir jetzt dann vor.

Das machen wir über wenigstens drei relativ lange Let’s Show – Videos, von denen zwei bereits online sind. zusätzlich werde ich wahrscheinlich alle zwei Wochen ein rund halbstündiges Let’s play anbieten, bei dem man die Entstehung weiterer Projekte verfolgen kann, sofern man Lust hat. 🙂

Folge 1 dreht sich um unsere Hauptbasis, die Hacienda. Es handelt sich dabei um ein weitläufiges Landgut, dass neben Schlafraum und Werkstatt auch jede Menge Felder, Ställe und Lager beinhaltet. Außerdem eigen wir kurz die Welt, wie sie ursprünglich aussah und unseren Hexerberg. Ein kurzer Blick in den Nether gewähren wir an der Stelle auch schon.

Technisch ist der Film nicht übermäßig, ich habe die Tonmischung noch nicht besonders gut hingekriegt. Im zweiten Video ist das marginal besser, im Dritten sowie in den Let’s Plays funktioniert es dann gut.

Viel Spaß beim gucken.

Zensur? Nach einer Zensurforderung? Also manchmal…

Die AfD hat derzeit ein bisschen Medienrummel bekommen. Ganz zufällig zum Jahresbeginn dürfen als erstes ausgerechnet die wieder groß in die Presse. Und zwar, weil ein paar Leute ein paar Tweets gelesen haben und das dann anzeigten. Komisch ist nur – warum nicht intelligenter reagiert?

von Storch und Weidel haben also zum Jahresbeginn getwittert und das Geblubbel war dann wohl ausreichend, um ihnen Anzeigen zu verpassen. Schreiben jedenfalls die Medien, hier mal beispielsweise die Zeit. von Storch schrieb also: „Was zur Hölle ist in diesem Land los, wieso twittert eine offizielle Polizeiseite aus NRW auf Arabisch? Meinen Sie, die barbarischen, muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden so zu besänftigen?“

Also, um das mal klarzustellen:

  1. Frau von Storch fordert hier, dass die Polizei nicht mehr mehrsprachig, besonders nicht arabisch twittert. Ein Teil der Bevölkerung soll also alleine weil sie sprachlich vielleicht noch nicht soweit sind, von Nachrichten der Polizei ausgeschlossen werden. Das ist eine Zensurforderung.
  2. Ja, der zweite Satz ist eindeutig volksverhetzend – aber nichts ungewöhnliches im Sprachjargon dieser, äh, Mitbürger. Das ist einfach die Sprache dieser Schlechtmenschen – und eindeutig disqualifiziert sich eine Person wie die Frau von Storch damit auch für jeden normalen, vernünftigen Diskurs. Wozu die Aufregung? Es kommt ohnehin nichts dabei raus.

Machen wir uns nichts vor – Normale Diskussion mit solchen Menschen ist nahezu unmöglich. Ich hätte Frau von Storch aber nicht die Chance gegeben, sich wieder einmal als „Opfer des bösen Staates“ zu inszenieren – ein Merkmal, das alle Neorechten vereinen. Nein – ich hätte versucht klarzustellen, dass die AfD für Zensur ist!

Niemand, der nicht zur irgendwie definierten, „eigenen Volksmasse“ gehört, soll einen Neujahrsgruß der Polizei verstehen. Weil… also weil…. naja, also die könnten das ja als Hallo verstehen und sich integrieren! „Respekt zeigen!“ war das Motto. Na, das geht ja nicht, wo kommen wir denn da hin?

Die AfD verlangt also Zensur!

Also das sollte einen Demokraten doch ärgern!

Nebenbei – dass die just zur Gültigwerdung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes so auffallen, das könnte man ja glatt als verabredete – und im vermeintlichen Schutz der Abgeordnetenimmunität passierte – „Verschwörung“ auffassen. Also, so würden die das wahrscheinlich darstellen. Das ist aber bestimmt nur Zufall und dient sicherlich nicht dazu, das Thema wieder hochzukochen oder gar die Grenzen des Gesetzes für die eigenen Anhängsel auszuloten, da bin ich mir sicher….

Trauer um Ewald Schurer

In der vergangenen Nacht ist „mein“ Bundestagsabgeordneter, Ewald Schurer, ziemlich plötzlich verstorben. Er wurde gerade mal 63 Jahre alt. Von 1998 bis 2002 und dann von 2005 bis zum 2.12.2017 war Ewald der Bundestagsabgeordnete der SPD für die Landkreise Ebersberg und Freising (früher Ebersberg und Altötting).

Ewald war eine unermüdliche Kämpfernatur. Ich lernte ihn kurz nach meinem Parteieintritt kennen, damals war er gerade wiedergewählt worden. Wir Jusos machten in der Wahl 2009 dann mit ihm eine Bergtour auf den „Ebersberg„, eine ziemlich spaßige Sache.

Was Ewald auszeichnete war sein Arbeitseifer und seine Fähigkeit, zuzuhören und anzupacken. Ewald kämpfte unermüdlich für die Bürger seines Wahlkreises, war an zahllosen Aktivitäten beteiligt und konnte – ganz besonders auch für Zorneding – in Verhandlungen mit Bahn, Verkehrsministerium und so weiter eine Menge erreichen. Lärmschutz, Spielplatz, Trassenführung – all die typischen realen Probleme der Bürger waren bei ihm immer gut aufgehoben.

Das letzte Mal sah ich ihn bei einem Wahlstand in Zorneding. Wir standen an einem recht angenehmen Samstag noch vor einer Bäckerei und waren im Begriff, zusammenzupacken, als er noch eben auf einen Sprung vorbeikam, direkt von den Ständen in Markt Schwaben. Ewald sprach eine Weile mit uns und trank einen Kaffee, aber als dann ein Bürger mit einem Anliegen auf ihn zutrat war er sofort da, hörte zu, klärte die Rechtslage (Es ging um Pflege, meine ich) und versprach, sich darum zu kümmern. Der Bürger gab ihm eine Mailadresse und Ewald informierte sein Büro, dass sie ihm die Thematik vorbereiten. So macht man das.

Nun ist er ziemlich plötzlich von uns gegangen. Es wird schwer sein, diese Lücke zu füllen. Meine Gedanken gelten seiner Familie, ich wünsche ihnen viel Kraft.

Pressestimmen:

Die Aktion gegen Björn Höcke

Das „Zentrum für politische Schönheit“ hat sich eine ziemlich lustige Kunstaktion erlaubt und Björn „the Bernd“ Höcke mit seinem persönlichen „Denkmal der Schande“ beglückt. Das ist klug, das ist witzig. Ich finde das gut. Aber: Das hat auch eine andere Seite und die finde ich gar nicht gut.

Vergangene Woche waren die Nachrichten ja voll davon: Höcke, der alte Bernd der AfD, hat eine Kopie des Holocaust-Mahnmals direkt vor sein Wohnhaus bekommen. Da er das Mahnmal, das uns Deutsche und die ganze Welt stets daran erinnern soll, welches Grauen Fremdenfeindlichkeit hervorbringt, als ein „Denkmal der Schande“ bezeichnet hat und nicht etwa als einen Ausdruck der deutschen Erinnerungskultur, das es ist, kann ihm da ein gewisser Denkanstoß nicht schaden, auch wenn das ziemlich sicher Perlen vor die… na, Sie wissen schon.

Warum das witzig ist, brauche ich wohl kaum zu erklären, aber warum auch klug? Nun, es ist die Kopie eines Denkmals und dass Herr Höcke mit dem Denken zumindest zeitlich seine Probleme hat, scheint aus den meisten seiner Reden hervorzugehen; Vielleicht hilft es ihm also, endlich mal ein wenig zu Ruhe zu kommen, zu denken. Vermutlich wird er aber eher eine Meinung haben, als eine Ahnung, das ist bei den meisten Menschen heute offenbar so, bei AfD’lern allerdings wohl unumstößlich.

Was mir allerdings gar nicht schmeckt ist der zweite Teil der Aktion: Eine über Monate andauernde Überwachung von Höcke und vor allem seiner Familie und die Drohung, die daraus resultierenden Erkenntnisse öffentlich zu machen, sofern er nicht vor dem Mahnmal niederkniet – angeblich in Anlehnung an Willy Brandt, aber in Wahrheit um ihn (zumindest vor seinen Gesinnungsgenossen, Verzeihung, -kameraden) zu demütigen.

Menschenrechte! Alleine das Wort ist rassistisch!
Ja, auch ein rechter Sack wie Höcke hat Menschenrechte! Auch Menschen, die ihm verwandtschaftlich verbunden sind, haben die! Ja, sie wollen uns vielleicht die Menschenrechte aberkennen, aber das hat einen demokratischen Menschen nicht zu interessieren, die Nummer mit „Aug um Auge“, überlassen wir mal schön den Idioten.

Höcke zu überwachen um möglichen Straftaten auf die Spur zu kommen oder auch Kontakten zu Menschen, die sich im rechtsradikalen Milieu bewegen ist eine Sache, sollte dabei sowas herausgekommen sein, ist das der Staatsanwaltschaft zu übergeben und fein, aber öffentlich mit Privatem zu drohen ist feige und unwürdig. So geht man einfach nicht miteinander um.

Jeder Bürger hat das Recht und die Pflicht, Straftaten in seinem Umfeld zu melden. Wenn Höcke sich also mit Neonazis trifft, müssen die Mädels und Jungs vom „Zentrum für politische Schönheit“ das einfach den Behörden weitergeben. Lieber Leser, Sie würden ja auch melden, wenn Ihr Nachbar plötzlich einen etwa zwei Meter langen, gerollten Teppich im Garten vergräbt, oder?

Aber einen Neonazi – und Höcke scheut sich vielleicht das zuzugeben, aber nichts anderes ist er – zu überwachen und zu drohen, Privates an die Öffentlichkeit zu bringen, falls er nicht spurt, das sind totalitäre Mittel und haben nichts in einem demokratischen Staat zu suchen. Auch Neonazis sind Menschen. Schlechte vielleicht, weil sie ja keine „Gutmenschen“ sein wollen, aber Menschen.

Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, dass Neonazis in ihren Netzwerken Adressen von politischen Gegnern („Volksfeinden“) tauschen. Das tun sie, das ist verwerflich und das zeigt, was für miese Schweine das eigentlich sind. Wir haben aber eben anders zu sein!

Wir Demokraten, der anständige Teil der Bevölkerung, täte gut daran, den Gegner nicht zu entmenschen! Das tun schon die Anderen, und das ist ja auch der Grund, warum wir sie – politisch, demokratisch, überzeugend, im Recht! – bekämpfen müssen.

„Es ist besser, wenn die FDP nicht regiert!“

So jedenfalls könnte man den Kommentar des FdP-Chefs Christian Lindner verstehen, wenn man ihn richtig liest: „Es ist besser nicht zu regieren, als schlecht zu regieren“ und grundsätzlich ist schlechtes Regieren nie gut. Aber auch keine Katastrophe – 12 Jahre Merkel (Davon 4 mit der FdP) zeigen das ja.
Und nun?

Nun, zunächst einmal ist ja gar nichts passiert. Die Sondierungen – die also noch nicht einmal Koalitionsverhandlungen waren – sind nun eben gescheitert. Selbst die Wirtschaft reagierte gelassen, letztendlich hat eine nationale Regierung angesichts globaler Märkte ohnehin keine Bedeutung – das jedenfalls war im Deutschlandfunk in den Börsennachrichten zu hören. Sauber!

Nun wird der schwarze Peter wieder der SPD zugespielt, die nun dann schuld ist, wenn es Neuwahlen geben sollte. Nicht, dass das so ohne weiteres passiert – vielleicht wäre eine Minderheitenregierung tatsächlich nicht schlecht, denn die Kanzlerin müsste einmal das tun, was sie seit 11 Jahren konsequent vermeidet: Regieren.

Sie müsste überzeugen, im Parlament kämpfen und die CDU müsste tatsächlich um Inhalte werden – und dazu zunächst welche entwickeln. Das würde der Union guttun wenn sie ein Profil entwickelt, dass aus etwas anderem besteht als „Mutti“ und vor allem wäre es gut für unsere Demokratie, weil die seit 11 Jahren andauernde, konsequente Entmachtung des Parlaments wieder rückgängig gemacht werden könnte. Zwar kämen manche Dinge dann nur schleppend voran, aber das macht vielleicht auch gar nichts.