Mugu-Baiting

Im schreibenden Alltag des organisierten Verbrechens gab es ein Ereignis im abgelaufenen Jahrzehnt, das sich als eine offensichtlich erfolgreiche „Geschäftspraktik“ erwiesen hatte: Die Entdeckung der Spam-Mail. Seit einiger Zeit ist der Betrug, der einst mit Zeitungsinseraten gemacht worden ist, jedoch wieder in Mode. Diesmal halt mit Online-Anzeigen.

Kennen Sie Mugus? Mugu ist ein nigerianisches Wort und bedeutet grob übersetzt „Vollidiot“. So bezeichnen nigerianische Trickbetrüger ihre Opfer, die auf diese seltsamen Emails hereinfallen daß sie als Söhne von Diktatoren eine große Geldsumme irgendwo geerbt haben und nun die Hilfe von – ausgerechnet – diesem unbescholtenen europäischen Bürger benötigen um die Kohle außer Landes zu schaffen.

Naja, wer auf sowas reinfällt ist im Grunde selber schuld aber es hat sich eine Bewegung im Netz gebildet die ich geradezu genial finde: Mugu-Baiting. Mugu-Baiter arbeiten mit dem gleichen Mitteln wie der Spammer: Sie schicken betroffene Emails an den Versender dieser ungeschickten Spam-Mails und lullen ihn ein, beschäftigen ihn Tage, Wochen und sogar Monatelang und kosten ihn vor allem Nerven, Zeit und Geld. Eine schöne Art, mit Betrügern fertig zu werden. Das kann richtig Spaß machen.

Seit einiger Zeit finden sich auf Immobilienseiten immer wieder sensationelle Angebote. Meistens ist das alles nicht echt. Das Dumme ist: Portale wie Immoscout prüfen ihre Anbieter nicht wirklich. Nach einer Meldung löschen sie zwar derartiges, aber die Freiheit der Portale wird gerne mißbraucht. Hilfreich ist hier eine Seite, die das aufdeckt wie Autosec4you, die macht die Wohnungssuche einfacher. Sonst hat man schnell einen Betrüger am Hals.

Man schicke Geld über Western Union oder so und dann kommen die Schlüssel per Post. Bestimmt.

Bislang aufgedeckte Fälle:

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